1841-1858 braute Christian Gieße am Grundstück Bielstein für die Wirtschaft "Am Gieseberg"

1858 erwirbt Gottfried Völler das Grundstück am Bielstein 3

1860 Beginn Braubetrieb "Völlersche Brauerei". Alle Produkte werden im Handbetrieb hergestellt.

1885 erbt sein Sohn August Völler die Brauerei und firmiert unter dem Titel "Bierbrauerei von G. Völler, alleiniger Inhaber August Völler Brauereibesitzer und Herzoglicher Hoflieferant Meiningen".

1890 August Völler erhält für seine Biere höchste Auszeichnungen in Neapel, Berlin und München. Die Söhne Gottfried und Wilhelm Völler treten in das Unternehmen ein.

1891 Herzog Georg II genehmigt August Völler das Meininger Bier "Meininger Hofbräu" benennen zu dürfen.

1907 Die Brauerei erreicht einen Spitzenausstoß von 48.000 hl Bier. Es werden 6 Bier- spezialitäten hergestellt - 60 Personen werden beschäftigt, davon 20 im Fuhrpark.

1908 verkauft G. Völler die Brauerei an das Bankhaus Wachfeld & Grumbrich in Schmalkalden. Im gleichen Jahr fusioniert die Meininger Brauerei mit der Brauerei Kreuzberg AG, Meiningen. Dadurch erhöht sich der Jahresausstoß auf 65.000 hl Bier. Die Brauerei firmiert unter dem Namen "Vereinigte Brauerei AG Meiningen".

1922 Durch Stillegung der Brauereien Kloster Heiligenstein, Brauerei August Krah/Schwarza, Brauerei Krautwurst/Struth und der Brauerei A. Sauer in Wasungen bekommt die Meininger Brauerei viele neue Kunden dazu. Die Leipziger Bierbrauerei zu Reudnitz, Riebeck & Co. erwirbt die Aktienmajorität.

1934 Riebeck & Co. veräußert die Beteiligung an die Kulmbacher Familie Meußdoerffer.

1947 Die Brauerei Hack AG geht auf in die WB/VEB Vereinigte Brauereien, Meiningen.

1949 Nach dem Krieg firmiert das Unternehmen unter dem Namen VEB Vereinigte Brauereien Meiningen.

1964 wird die Meininger Likörfabrik in das Unternehmen integriert.

1971 Die Brauerei wird in das Getränkekombinat Rennsteig eingebunden und fungiert als Stammsitz des Kombinates.

1988 wird ein Ausstoß von 180.000 hl Bier, 30.000 hl Spirituosen und 80.000 hl alkoholfreier Getränke erreicht.

1990 Unter der Leitung der Treuhand wird nach Öffnung der innerdeutschen Grenze das Unternehmen umbenannt in "Brauerei Meiningen". Mit 17.000 hl Bier kommt es zum absoluten Absatztiefpunkt. Die Produktion an alkoholfreien Getränken und Spirituosen wird eingestellt.

1992 kauft die Schickedanz-Unternehmensgruppe aus Fürth das Unternehmen von der Treuhand. Die Lage erholt sich und der Absatz steigt auf ca. 20.000 hl Bier. Das Brauhaus Meiningen GmbH + Co.KG. wird als Tochtergesellschaft der Patrizierbräu, Nürnberg, geführt. Insgesamt investiert die Schickedanz-Gruppe 18 Mio. DM in Technik und 4 Mio. DM in die Finanzierung von Absatzstätten.

1994 Der Ausstoß erhöht sich auf 35.000 hl Bier. Schlüsselprodukt ist Meininger Pils, mit einem Anteil von über 70 % am Gesamtausstoß.

1995 wird die Brauerei an den Koblenzer Investor Dr. Roland Müller verkauft. Insgesamt werden etwa 40.000 hl Biere produziert.

1996 Das Unternehmen beschäftigt ca. 40 Mitarbeiter und produziert mittels der Integration der Brauprozesse aus der übernommenen Thuringia-Brauerei Mühlhausen, Riebeck-Brauerei Gera und der Wartburg-Brauerei Eisenach ca. 125.000 hl Bier. Mit Vorstellung der Meininger Brauspezialitäten profiliert sich das Unternehmen als regionaler Nischenspezialist und Bierspezialitätenbrauer. Die Investitionen in Marketing und Vertrieb betragen mehr als 2 Mio. DM. Insgesamt 19 Biersorten werden produziert. Das Unternehmen firmiert unter dem Namen "Meininger Privatbrauerei Müller GmbH + Co.KG".

1998 beantragt das Unternehmen die Gesamtvollstreckung und produziert bis 1999 unter dem Sequester mit gleicher Intensität weiter.

1999 erfolgt die Übernahme der Brauerei durch Herrn Klaus Weydringer, Sohn einer fränkischen Brauerfamilie aus Roth.

Heute stellt die "Meininger Privatbrauerei GmbH&CoKG" mit insgesamt 12 Sorten Bier und Mischgetränke ca. 60.000 hl untergärige Biere her. Der Abnehmerkreis ist überwiegend in den neuen Bundesländern zu finden. Erste überregionale Anstrengungen im norddeutschen Raum zeichnen sich erfolgreich ab. Meininger Biere werden ausschließlich in Mehrwegglasgebinden und in KEG-Fässern abgefüllt.